Samogon in Dudutki

Samogon in Dudutki Samogon in Dudutki

In Dudutki gibt es einige besondere Attraktionen, für die es in ganz Weißrussland berühmt ist: Hier in Dudutki gibt es ein lizenziertes Gerät für die Herstellung von Samogon. Samogon ist ein starkes alkoholisches Getränk aus Getreide- und Kartoffelstärke – selbstgebrannter weißrussischer Wodka. Die Lizenz für Wodka rechtlich befindet sich in Belavezhskaya Puscha.

Samogon ist ein Ur-belarussisches Getränk. Es wird schon jahrhunderte lang gekocht. Das Rezept für die Samogon Produktion ist im Grunde immer das gleichen: Zucker, Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais sind fast immer als die grundlegenden Produkte. Allerdings wird in verschiedenen Ecken von Weißrussland der Samogon „verbessert“ durch das Hinzufügen von Kräutern, Nüssen oder Wacholder. Denn auch wenn das brennen von Samogon in Weißrussland ohne Lizenz verboten ist – man findet es in vielen, vielen der kleinen Datschensiedlungen und den Dörfern. Die Herstellung von Samogon ist günstig.

In den Zeiten der Sowjetunion als viele auch landwirtschaftliche Produkte Mangelware waren, wurde Samogon in Weißrussland aus allem gebrannt, was nicht schnell genug weglaufen konnte. Selbst aus Seife. Der richtige Samogon, der heute produziert in Dudutki wird, ist natürlich weit davon entfernt. Die Kontrolle der Produktion und die Technologie macht es möglich, reinigt das Produkt von schädlichen Verunreinigungen und produziert sauberen Alkohol als Ergebnis.

Die private Produktion von Samogon in Belarus offiziell verboten. Dudutki ist eine Ausnahme von dieser Regel. Der hier erzeugten Samogon kann rechtmäßig verkauft werden, weil eine Erlaubnis der belarussischen Behörden erteilt wurde. Der Samogon in Dudutki wird nach einer alten belarussischen Tradition mit einem Snack aus schwarzem Brot mit Honig und Gewürzgurken gereicht.

Es sei darauf hingewiesen, dass ein offizielles Verbot des Brennens von Samogon bis heute keinen Einfluss auf die Menge seiner Produktion in Weißrussland hatte. In den Dörfern von Weißrussland wird Samogon fast überall gebrannt. Die weißrussische Polizei organisiert regelmäßig Razzien um die Schwarzbrenner aufzuspüren. Das Hauptargument gegen die private Samogon Brennerei ist die schlechte Qualität des Produkts und die mangelhafte Qualitätskontrolle. Dennoch ist Samogon in der belarussischen Dörfer ist so weit verbreitet, dass es sich oft als «Dorf Währung» durchgesetzt hat – gefüllte Flaschen statt Geld. Der Kampf der Behörden richtet sich dann auch zunächst gegen die großen Untergrundorganisationen beim Schnapsbrennen. In fast jedem ländlichen Raum in Belarus kann ein Gast im privaten Haus, ganz gleich ob es sich um das Haus des LKW-Fahrers - oder das Herrenhaus eines landwirtschaftlichen Direktors handelt, selbstgebrannten Samogon probieren. Aber noch mal: Offiziell ist das dann nicht – es ist schwarz gebrannt!

So oder so – der offizielle Samogon und seine Produktion in Dudutki ist eine Ausstellung die wirklich etwas von den Weißrussen zeigt. Und, wie die Praxis zeigt, Ist dieser Ausstellungsteil sehr beliebt unter den Besuchern des Museums.

Foto: Markus Lenk

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